Wertelabels nach Zusammenfügen von Variablen

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Ville
Beiträge: 32
Registriert: 06.09.2013, 12:51

Wertelabels nach Zusammenfügen von Variablen

Beitrag von Ville »

Hallo Leute,

ich brauche dringend eure Hilfe, sonst schmeiße ich meinen PC aus dem Fenster oder bringe ich mich um :x :? :(
Es ist so deprimierend, wenn man im SPSS einfache Probleme nicht lösen kann :cry:

Ich habe einfach drei ordinalskalierte Variablen mit selben Ausprägungen ( 1 bis 7) zu einer neuen Variablen ''Medienkonsum'' zusammen gefügt. Nun versuche ich bloß Häufigkeitstabelle anzuzeigen und es werden total komische Werte herausgegeben und zwar nicht 1 bis 7, sondern 3 bis 21. Sind das irgendwie Mittelwerte von den alten drei Variablen, die ich zu einer neuen Variablen zusammen gefügt habe? Wenn ja, wie kriege ich bei meiner neuen Variablen ''Medienkonsum'' die Werte 1 bis 7 wieder zurück?

Ich wäre so dankbar, wenn ihr mir helfen würdet :oops:
Generalist
Beiträge: 1733
Registriert: 11.03.2010, 22:28

Beitrag von Generalist »

Die Frage ist etwas verwirrend. Wenn Du 3 Variablen summierst, bei denen jede Werte von 1 bis 7 annimmt, dann kommt logischerweise eine Variable heraus, die von 3 bis 21 reichen kann.
Frido
Beiträge: 346
Registriert: 25.09.2012, 15:04

Beitrag von Frido »

Eine einfache Lösung wäre, die neue Variable durch drei dividieren. Oder du erstellst ein Mehrfachantworten-Set aus allen drei Variablen.
Generalist
Beiträge: 1733
Registriert: 11.03.2010, 22:28

Beitrag von Generalist »

Eine einfache Lösung wäre, die neue Variable durch drei dividieren.
Dann käme aber die Beschwerde, dass SPSS so Werte wie 5,666 oder 3,3333 für die neue Variable ausgibt.
Frido
Beiträge: 346
Registriert: 25.09.2012, 15:04

Beitrag von Frido »

Aber wenn man dann rundet, ist es doch wieder hübsch ... :wink:
Ville
Beiträge: 32
Registriert: 06.09.2013, 12:51

Beitrag von Ville »

Generalist hat geschrieben:Die Frage ist etwas verwirrend. Wenn Du 3 Variablen summierst, bei denen jede Werte von 1 bis 7 annimmt, dann kommt logischerweise eine Variable heraus, die von 3 bis 21 reichen kann.
die Werte die du erhälst sind anscheinend Summen. Das bedeutet wenn bei jeder Variable die Person die Ausprägung 1 gewählt hat erhält er 3 *1 also bei der neuen Variable Medienkonsum 3. genauso müsste es sich dann immer hochrechnen. Wenn eine Person also immer die Ausprägung 7 gewählt hat hat er in der Variable Medienkonsum 3*7 also jetzt 21. Das müsste bedeuten dass man die Ausprägungen zu ordnen müsste. so in etwa --> 3,4,5 – 1
6,7,8 – 2
9,10,11 – 3
12,13,14 – 4
15,16,17 – 5
18,19,20 – 6
21 - 7
So wurde mir geholfen, ich hoffe, dass das richtig ist?!. :?

Danke für eure Antworten. :oops:
Frido
Beiträge: 346
Registriert: 25.09.2012, 15:04

Beitrag von Frido »

Das ist auf jeden Fall eine Möglichkeit, aber in meinen Augen ist sie ungenauer, als mein Vorschlag, die Zahlen durch drei zu dividieren.
Denn was rechtfertig es, dass die (bspw.) 20 zur Kategorie 6 gezählt wird und nicht zur Kategorie 7 (--> 20 / 3 = 6,666666666)?!
Generalist
Beiträge: 1733
Registriert: 11.03.2010, 22:28

Beitrag von Generalist »

wenn das mit der ordinalkala im ausgangsposting ernst gemeint sein sollte, dann müsste man den intra-individuellen median aus den 3 werten jeder person als kennwert für deren medienkonsum nehmen, nicht summe bzw. mittelwert.

a) hätte das den charme, seriös und sorgfältig zu wirken, da ja das skalenniveau beachtet wird, b) würde es vermeiden, summenwerte nach mehr oder minder willkürlichen regeln in die ausgangsskala zurückzuquetschen, denn c) der median kann vornherein ja nur einen der werte von 1 bis 7 annehmen.
Ville
Beiträge: 32
Registriert: 06.09.2013, 12:51

Beitrag von Ville »

Ich habe die folgenden ordinal skalierten drei Variablen zu einer neuen Variablen ''Medienkonsum'' zusammengefügt:

Erste Variable - Wie oft spielst du an einem durchschnittlichen Schultag PC- bzw. Videospiele? 1 - nie, 2- weniger als eine Stunde , 3 - eine Stunde 4 - zwei Stunden, 5 - drei Stunden, 6 - vier Stunden und 7 - fünf oder mehr Stunden.

Zweite Variable - Wie oft schaust du dir an einem durchschnittlichen Schultag DVD an? 1 - nie, 2- weniger als eine Stunde , 3 - eine Stunde 4 - zwei Stunden, 5 - drei Stunden, 6 - vier Stunden und 7 - fünf oder mehr Stunden.

Dritte Variable - Wie oft guckst du Fernseher? 1 - nie, 2- weniger als eine Stunde , 3 - eine Stunde 4 - zwei Stunden, 5 - drei Stunden, 6 - vier Stunden und 7 - fünf oder mehr Stunden.

Oh Gott, wenn ich mir die Ausprägungen so anschaue, sind sie überhaupt ordinal skaliert? Keine Ahnung, im Datensatz sind sie als solche markiert?!.

:? :? :? :?
Ville
Beiträge: 32
Registriert: 06.09.2013, 12:51

Beitrag von Ville »

Kann mir bitte jemand helfen? Sind diese oben genannten Variablen nun metrisch, oder doch ordinal? Irgendwo bilden sie auch eine Rangordnung, aber ich könnte auch aus diesen Variablen arithmetisches Mittel berechnen, was bedeuten würde, dass sie metrisch skaliert sind?!.
Generalist
Beiträge: 1733
Registriert: 11.03.2010, 22:28

Beitrag von Generalist »

welches arithmetische mittel würdest du denn aus "weniger als eine stunde" und "fünf oder mehr stunden" berechenen wollen? nur weil die stufen mit zahlen codiert sind, heißt das nicht, dass man dies auch wie normale zahlen behandeln kann. Wenn jemand in einem datensatz männer mit "1" und frauen mit "2" codiert, wird man dennoch davon absehen, für ein ehepaar den mittelwert von geschlecht berechnen zu wollen.
Ville
Beiträge: 32
Registriert: 06.09.2013, 12:51

Beitrag von Ville »

Generalist hat geschrieben:welches arithmetische mittel würdest du denn aus "weniger als eine stunde" und "fünf oder mehr stunden" berechenen wollen? nur weil die stufen mit zahlen codiert sind, heißt das nicht, dass man dies auch wie normale zahlen behandeln kann. .
Alles, klar, vielen Dank.
Also ordinal skaliert
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