Hallo zusammen,
ich habe folgendes Problem und hoffe ihr könnt mir helfen:
Ich habe einen Fragebogen zum Verzeihen konstruiert. Dabei habe ich 16 Szenarien aufgestellt, die bestimmte Verletzungen beschreiben. Je 8 variieren in der Intentionalität: "unabsichtliche Taten" und "absichtliche Taten". Dann unterscheiden sich je in der sozialen Nähe zwischen Täter und Opfer: Der Täter ist ein "Familienmitglied" oder ein "entfernter Bekannter". Also jedes Szenario hat zwei Merkmale hinsichtlich der Intentionalität der Tat und der sozialen Nähe.
Jetzt hab ich u.a. die Hypothese, dass generell eher unabsichtlichen Taten verziehen wird als absichtlichen. Weiter nehme ich an, dass es keine Wechselwirkung mit der sozialen Nähe gibt. Also das es einen signifikanten Unterschied zwischen dem Verzeihen von absichtlichen Taten von Familienmitgleidern und absichtlichen Taten von Bekannten gibt. Ebenso: dass es einen Unterschied zwischen dem Verzeihen von unabsichtlchen Taten von Familienmitgliedern und von unabsichtlichen Taten von Bekannten gibt. Nur das es nicht so ist z.B.: unabsichtliche Taten von Bekannten wird mehr verziehen als unabsichtlichen Taten von Familien, dafür wird absichtlichen Taten von Bekannten weniger verziehen als absichtlichen Taten von Familienmitgliedern.
Ich hoffe es ist verständlich was ich meine.
Jetzt zu meinen Fragen:
Ist das überhaupt eine Varianzanalyse mit Messwiederholung auf 2 Faktoren? Oder muss ich etwas ganz anderes rechnen?
Die erste Annahme wird übrigens signifikant, es geht mir nur um die Wechselwirkung der vier Indikatoren ("unabsichtliche Tat", "absichtliche Tat", "Familienmitglieder", "Bekannte")
Danke schonmal für eure Hilfe.
LG
Varianzanalyse mit Messwiederholung auf 2 Faktoren????
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Livia
- Beiträge: 9
- Registriert: 17.10.2012, 11:09
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Noddylein
- Beiträge: 2
- Registriert: 07.08.2013, 14:53
Es kommt darauf an, wieviele Verletzungen du betrachtest. Klingt so, als hättest du 4 Verletzungen?
Faktor 1: V = Verletzung (1, 2, 3, 4)
Faktor 2: A = Absicht vs. U = Unabsicht (1, 2)
Faktor 3: F = Familie vs. B = Bekannt (1, 2)
Spalten sind hier getrennt durch ";"
Individuum1; V1_A_F; V1_A_B; V1_U_F; V1_U_B; V2_A_F; V2_A_B; V2_U_F; V2_U_B; ...
=> so sollten die Daten dann angeordnet sein
Wenn du alle Individuen zu allen Konditionen befragst, solltest du also 3 Faktoren haben. Verletzung mit 4 Messwiederholungen, Intentionalität mit 2 und Nähe mit 2 Wiederholungen.
Du musst dann nur noch die 16 Spalten richtig zuordnen, dann klappt die Analyse.
Faktor 1: V = Verletzung (1, 2, 3, 4)
Faktor 2: A = Absicht vs. U = Unabsicht (1, 2)
Faktor 3: F = Familie vs. B = Bekannt (1, 2)
Spalten sind hier getrennt durch ";"
Individuum1; V1_A_F; V1_A_B; V1_U_F; V1_U_B; V2_A_F; V2_A_B; V2_U_F; V2_U_B; ...
=> so sollten die Daten dann angeordnet sein
Wenn du alle Individuen zu allen Konditionen befragst, solltest du also 3 Faktoren haben. Verletzung mit 4 Messwiederholungen, Intentionalität mit 2 und Nähe mit 2 Wiederholungen.
Du musst dann nur noch die 16 Spalten richtig zuordnen, dann klappt die Analyse.
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Livia
- Beiträge: 9
- Registriert: 17.10.2012, 11:09
Hi,
danke für deine Antwort.
Ich habe sehr unterschiedliche Arten von Verletzungen, die sind nicht systematisch variiert. Ich habe in einem Pretest die Intensität bewerten lassen. Dabei zeigte sich, dass unabsichtliche Taten niedriger bewertet wurden als absichtliche Taten. Die Indikatoren habe ich dann durch eine Reliabilitätsprüfung zugeordnet.
Mir ist grad noch was eingefallen, was wahrscheinlich wichtig ist. Die vier Indikatoren (Familie, Bekannte, unabsichtliche Taten und absichtliche Taten) haben mitunter die selben Szenarien/Items. Also man kann auch je 4 Items in Familie- unabsichtliche Taten, Bekannte - unabsichtliche Taten, Familie - absichtliche Taten und Bekannte - absichtliche Taten unterteilen. Jedes Szenario unterscheidet sich nach Grad der sozialen Nähe und Grad der Intentionalität. Zum Beispiel: "Sie finden heraus, dass eine Familienangehörige sie bestohlen hat" (gehört zu Familie und zu absichtlichen Taten) oder "Eine Bekannte fährt an Ihnen vorbei durch eine Pfütze und bespritzt sie versehentlich mit Wasser" (gehört zu Bekannte und zu unabsichtliche Taten).
danke für deine Antwort.
Ich habe sehr unterschiedliche Arten von Verletzungen, die sind nicht systematisch variiert. Ich habe in einem Pretest die Intensität bewerten lassen. Dabei zeigte sich, dass unabsichtliche Taten niedriger bewertet wurden als absichtliche Taten. Die Indikatoren habe ich dann durch eine Reliabilitätsprüfung zugeordnet.
Mir ist grad noch was eingefallen, was wahrscheinlich wichtig ist. Die vier Indikatoren (Familie, Bekannte, unabsichtliche Taten und absichtliche Taten) haben mitunter die selben Szenarien/Items. Also man kann auch je 4 Items in Familie- unabsichtliche Taten, Bekannte - unabsichtliche Taten, Familie - absichtliche Taten und Bekannte - absichtliche Taten unterteilen. Jedes Szenario unterscheidet sich nach Grad der sozialen Nähe und Grad der Intentionalität. Zum Beispiel: "Sie finden heraus, dass eine Familienangehörige sie bestohlen hat" (gehört zu Familie und zu absichtlichen Taten) oder "Eine Bekannte fährt an Ihnen vorbei durch eine Pfütze und bespritzt sie versehentlich mit Wasser" (gehört zu Bekannte und zu unabsichtliche Taten).



