Frage zum p-Wert

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fissy
Beiträge: 6
Registriert: 30.05.2013, 19:49

Frage zum p-Wert

Beitrag von fissy »

Hallo!
Ich habe zwei Gruppen (0 und 1) die ich mit einem Score vergleiche (1-6 Punkte). Jetzt möchte ich statistisch untersuchen, ob die Gruppen sich unterscheiden. Da kein Normalverteilung vorliegt habe ich den Mann-Whitney Test genommen.
Die asymptotische Signifikanz (zweiseitig) beträngt 0,061
Sind nun die Gruppen unterschiedlich, da ich 2 seitig Teste und daher p- Wert unter 0,1 (2x0,05) liegen sollte? Oder gilt auch hier, da größer als p (aber nahe dran) lässt sich nur ein Trend erahnen...

Danke für die hilfe
grüße
felix
drfg2008
Beiträge: 2391
Registriert: 06.02.2011, 19:58

re

Beitrag von drfg2008 »

Jetzt möchte ich statistisch untersuchen, ob die Gruppen sich unterscheiden.
Vermutlich hinsichtlich ihrer zentralen Tendenz.
Da kein Normalverteilung vorliegt habe ich den Mann-Whitney Test genommen.
Wäre nicht zwingend. Siehe Effizienzverluste parametrischer Verfahren unter verschiedensten Verteilungen (z.B. Büning als Autor). U-Test wäre insbesondere bei sehr kleinen Stichproben und stark schiefen Verteilungen (Ausreißer) einem t-Test vorzuziehen.

da ich 2 seitig Teste und daher p- Wert unter 0,1 (2x0,05)
Nein, umgekehrt: Bei 0,061 zweiseitig für einseitig: p halbieren (t-Test). Aber nicht nachträglich, um dann doch noch einen sig. Ergebnis zu erzielen.
Oder gilt auch hier, da größer als p (aber nahe dran) lässt sich nur ein Trend erahnen...
Das gilt nie. Wenn eine Münze per Zufall 4 mal auf Zahl fällt p=0,5exp(4) = 0.0625 dann ist das kein Trend, sondern Zufall.

FS HH
drfg2008
fissy
Beiträge: 6
Registriert: 30.05.2013, 19:49

Beitrag von fissy »

danke für die Antowrt!

Ich habe nur 342 Patienten in der Studie, die Werte sind nicht besonders schön verteilt. Daher habe ich den M-W-u-Test genommen.

Ist nun mein Ergebnis signifikant? ich habe 2 seitig getestet, da ich nicht weiß in wie weit die Erkrankung die testergebnisse beeinflussen.

in der medizinischen statistik lässt sich schon ein trend erkennen, selbst wenn der ergebnis nicht signifikant ist. wir sehns da nicht so eng 8)
sag selbst die statistikerin des instituts, in dem ich promoviere^^
drfg2008
Beiträge: 2391
Registriert: 06.02.2011, 19:58

re

Beitrag von drfg2008 »

Die Signifikanzniveaus 5% und 1% sind reine Konvention.

Ein Signifikanzniveau von 10% wird manchmal akzeptiert, das könnte die Statistikerin damit gemeint haben.

Die Vorgehensweise ist aber fraglich. Denn eigentlich müsste zunächst eine relevante Effektgröße definiert werden, danach der optimal Stichprobenumfang. Oder, in diesem Fall da die Daten schon erhoben sind, mittels Teststärkekurven abgeschätzt werden, welche Effektgrößen auf den entsprechenden Niveaus nachweisbar wären.
drfg2008
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