"Signifikanz" von fehlenden Werten

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LiLy_88
Beiträge: 6
Registriert: 29.04.2013, 23:18

"Signifikanz" von fehlenden Werten

Beitrag von LiLy_88 »

Hallo zusammen!
Nach einer längeren, erfolglosen Google-Suche, wollte ich hier mal meine Frage stellen, vielleicht/hoffentlich kennt sich ja jemand mit meiner Frage aus :wink:

Ich habe eine 5-teilige Ratingskala von 'trifft gar nicht zu' bis 'trifft voll zu' und daneben noch 'weiß ich nicht', was als fehlender Wert in meiner SPSS-Datei kategorisiert wurde.

Nun möchte ich 2 Gruppen (auf Basis einer anderen Variable) vergleichen und dabei schauen, ob die eine Gruppe signifikant mehr 'weiß ich nicht'-Antworten gegeben hat als die andere.

Mit "Häufigkeiten" in Kombination mit "Datei aufteilen > Gruppen vergleichen" sehe ich zwar die Anzahl der jeweiligen 'weiß nicht' Antworten, aber das ist ja kein statistischer Beweis. Gibt es die Möglichkeit in SPSS, sowas durchzuführen? Wenn ja, wie?

Vielen Dank schon mal für jegliche Hilfe!
Generalist
Beiträge: 1733
Registriert: 11.03.2010, 22:28

Beitrag von Generalist »

Geht es nur um 1 Item oder um die Zahl fehlender Werte über mehrere Items hinweg.
LiLy_88
Beiträge: 6
Registriert: 29.04.2013, 23:18

Beitrag von LiLy_88 »

Hallo Generalist,

in diesem Fall ginge es um mehrere Items (war ein Mehrfachantwort).
Ich habe gestern noch dieses Skriptum gefunden, bei dem auf der 1. Seite

MCAR: missing completely at random
MAR: missing at random und
MNAR: missing not at random

erklärt werden. Bin mir aber nicht ganz sicher, ob es das ist, was ich brauche.

http://www.google.at/url?sa=t&rct=j&q=S ... 1128,d.Yms

Danke, lg, Lily[/url]
Generalist
Beiträge: 1733
Registriert: 11.03.2010, 22:28

Beitrag von Generalist »

Mit COUNT kannst Du eine Variable erstellen, welche die Anzahl fehlender Werte einer Person über mehrere Items hinweg zählt. Die kannst Du dann mit U-Test zwischen den Gruppen vergleichen.
LiLy_88
Beiträge: 6
Registriert: 29.04.2013, 23:18

Beitrag von LiLy_88 »

Danke für die Antwort. Für eine SPSS-Anfängerin wie mich war sie leider noch etwas zu kurz gehalten ;o)

1.) Warum nimmst du automatisch den U-Test anstatt des t-tests an?
2.) könntest du mir bitte dir Schritte kurz erklären, um diese Variable mit COUNT zu erstellen? Muss ich diese Variable dann für jedes Item separat erstellen?

DANKE vielmals für die rasche Hilfe!
Generalist
Beiträge: 1733
Registriert: 11.03.2010, 22:28

Beitrag von Generalist »

2.) könntest du mir bitte dir Schritte kurz erklären, um diese Variable mit COUNT zu erstellen? Muss ich diese Variable dann für jedes Item separat erstellen?
RTFM
LiLy_88
Beiträge: 6
Registriert: 29.04.2013, 23:18

Beitrag von LiLy_88 »

Verbindlichsten Dank!

Bin noch bis ca. 2:00 Uhr früh gesessen, bis ich es geschafft habe (denke ich mal, wissen tu ich es nicht). Es gibt Leute, die sich mit den SPSS-Prozeduren sehr gut auskennen, weil sie das oft machen, und dann gibt es Studenten wie mich, die das für genau 1 Woche im ganzen Studium intensiv machen müssen wegen der Diplomarbeit. Keine Sorge, ich habe viel Zeit damit verbracht, mich durch diverse Anleitungen durchzulesen ;-)

Wofür Profis 2 Minuten brauchen, brauchen andere Stunden. Ich dachte eigentlich, der Sinn eines solchen Forums ist es, hier anderen weiter zu helfen.

Übrigens, nachdem ich ja nun so gut eingelesen bin, denke ich nicht, dass es mit COUNT das richtige ist, denn ich will ja die ANTEILE an Missing Values in 2 Gruppen vergleichen und nicht deren exakte ANZAHL. Denn wenn zB eine Gruppe beträchtlich größer ist als die andere, dann bringt mir die reine Anzahl an Missing Values nichts Aussagekräftiges. Stimmts?

Aber wie man den prozentuellen ANTEIL an Missing Values zur Berechnung heranzieht, dazu muss ich wohl wen anderen fragen oder das FM lesen....
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