T-Test mit zwei sehr unterschiedlichen Gruppen

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Harde
Beiträge: 4
Registriert: 03.07.2012, 13:45

T-Test mit zwei sehr unterschiedlichen Gruppen

Beitrag von Harde »

Hallo zusammen,

trotz Suche und Google konnte ich leider nur auf mehrdeutige Antworten bzgl. meiner Frage stoßen.
Im Rahmen meiner Bachelor-Thesis möchte ich gerne 2 Gruppen miteinander auf diverse Fragen vergleichen. Ich habe die Gruppen anhand ihrer Angabe über Stressempfindungen geteilt (steht unter Stress / steht nicht unter Stress). Dabei ist die Gruppengröße jedoch deutlich unterschiedlich, sprich 16 zu 249 Befragten. Macht der T-Test dabei überhaupt noch Sinn, bzw. verzerren die 249 zu den 16 Befragten nicht das Ergebnis?
Was ich bei meiner Suche nicht recht verstanden habe ist, ob ich die Ergebnisse grundsätzlich verwenden kann - Aber aufgrund des enormen Gruppenunterschiedes ich ausschließlich die zweite Spalte in SPSS ("Varianzen sind nicht gleich") beachten soll. Ist das korrekt, oder nur im Falle eine zu niedrigen Signifikanz?

Ich hoffe ich konnte mich halbwegs verständlich ausdrücken, ich bin was SPSS & Statistik angeht leider nicht übermäßig bewandert... ;)

Herzlichen Dank im Voraus

Gruß
drfg2008
Beiträge: 2391
Registriert: 06.02.2011, 19:58

re

Beitrag von drfg2008 »

Macht der T-Test dabei überhaupt noch Sinn
nein, aber (unter der Bedingung, dass alle anderen Voraussetzungen erfüllt sind) der Welch-Test. Und der läuft bei SPSS auch unter dem Begriff "t-Test".

Und den bezeichnet SPSS dann als t-Test bei ungleichen Varianzen, also zweite Zeile des Tests nehmen (Levene's Test for Equality of Variances:
Equal variances not assumed).

Mit Verlusten der Teststärke wird dennoch zu rechnen sein. Zur Berechnung dann mit G*Power.
drfg2008
Generalist
Beiträge: 1733
Registriert: 11.03.2010, 22:28

Re: T-Test mit zwei sehr unterschiedlichen Gruppen

Beitrag von Generalist »

Ich habe die Gruppen anhand ihrer Angabe über Stressempfindungen geteilt (steht unter Stress / steht nicht unter Stress).
Ist das unbedingt erforderlich? Solche Dichotomisierungen
sind schädlich, dass man in der Regel darauf verzichtet und
anderes Verfahren als Gruppenvergleiche verwendet.
Harde
Beiträge: 4
Registriert: 03.07.2012, 13:45

Beitrag von Harde »

Erst einmal vielen Dank für Eure beiden Antworten die zeigen, dass ich halbwegs auf dem richtigen Weg bin. :)
Und den bezeichnet SPSS dann als t-Test bei ungleichen Varianzen, also zweite Zeile des Tests nehmen (Levene's Test for Equality of Variances:
Equal variances not assumed).
Zum Verständnis: Meinst du damit alle Ergebnisse, die ich durch den t-Test erhalte, oder nur die bei denen der "Levene-Test der Varianzgleichheit" <0,1 ausfällt?

Ist das unbedingt erforderlich? Solche Dichotomisierungen
sind schädlich, dass man in der Regel darauf verzichtet und
anderes Verfahren als Gruppenvergleiche verwendet.
Notwendig ist es leider. Der Fragebogen dreht sich um Stress bzw. um Druck der von dem Umfeld einer Person ausgeht. Und diese eine Frage, aus der ich die zwei Gruppen erstelle, ist halt die einzige "an/ aus" Frage auf das Stressempfinden.
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