Frage zur Auswahl von Test

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Tinker
Beiträge: 6
Registriert: 21.08.2012, 18:10

Frage zur Auswahl von Test

Beitrag von Tinker »

Hallo,
ich kenne mich leider nicht wirklich mit Statistik aus und muss für meine Bachelorarbeit einige Daten analysieren.
Dazu gehört
z. B. dass ich Gewichtsdaten daraufhin testen möchte,
ob zwischen dem Gewicht von Kindern, bei denen beide Elternteile übergewichtig sind und denen, wo kein oder nur ein Elternteil übergewichtig ist ein signifikanter Unterschied besteht.
Da meine Daten nicht normalverteilt sind müsste ich doch dann den Mann-Whitney U-Test nehmen, oder gibt es da noch andere Möglichkeiten??? Ich bin etwas überfordert, wäre super wenn mir jemand helfen könnte.

Gruß Tinker
drfg2008
Beiträge: 2391
Registriert: 06.02.2011, 19:58

re

Beitrag von drfg2008 »

wenn du nur 2 Gruppen bildest, dann ja.

Du könntest natürlich auch 3 Gruppen bilden -> H-Test

(-> wobei der t-Test eigentlich als 'robust' gilt und wahrscheinlich auch eingesetzt werden könnte)
drfg2008
Tinker
Beiträge: 6
Registriert: 21.08.2012, 18:10

Beitrag von Tinker »

Danke für die schnelle Antwort.
Ich wollte ungern mehr Gruppen bilden, da ich eh nur Daten von 37 Personen habe.
Ist denn der t-Test möglich, wenn die Daten nicht normalverteilt sind?
Generalist
Beiträge: 1733
Registriert: 11.03.2010, 22:28

Beitrag von Generalist »

Für Laien ist der U-Test eine sichere und dabei aussagekräftige Wahl.
Wobei überrascht, wieso ein hundertfach belegter Zusammenhang
eine weitere Bachelorarbeit hergeben soll.
Tinker
Beiträge: 6
Registriert: 21.08.2012, 18:10

Beitrag von Tinker »

Super, dankeschön.
Das was ich analysiere sind Therapiedaten von Kindern die nicht erfolgreich abgenommen haben nach 3 Therapiejahren und da sollen eben alle möglichen Einflussfaktoren berücksichtigt werden :)
drfg2008
Beiträge: 2391
Registriert: 06.02.2011, 19:58

re

Beitrag von drfg2008 »

Ist denn der t-Test möglich, wenn die Daten nicht normalverteilt sind?

Dazu gibt es umfangreiche Literatur, Stichwort A.R.E.

Allerdings für Nicht-Statistiker ist dieser Forschungszweig eher eine Überforderung. Antwort: Es hängt davon ab. Nämlich von der konkreten Verteilungsform, dem Stichprobenumfang.

Ganz allgemein: Abnahme von Gewicht wäre doch eigentlich eine Meßwiederholung. Wie passt das zum t-Test bzw. U-Test? Da würde doch eher eine Kovarianzanalyse mit MW in Frage kommen.

Beispiel bei Achim Bühl (Einführungsbuch in SPSS). Ausgangsgewicht als Kovariate. Normalverteilungsproblem wäre hier weniger im Vordergrund als das richtige Design.

Literatur in jeder Uni-Bibliothek:


http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3 ... ikforum-21
drfg2008
Tinker
Beiträge: 6
Registriert: 21.08.2012, 18:10

Beitrag von Tinker »

Ich vergleiche nicht zwei Messungen vom Gewicht, dass wäre dann ja zwei abhängige Stichproben.
Ich vergleiche bsp. die BMI-SDS Zunahem von den Kindern, die gestillt wurden, mit der Zunahme von denen, die nicht gestillt wurden.
Am sinnvollsten geht das doch über den Vergleich der zentralen Tendenz, oder könnt ihr mir da noch was anderes empfehlen?
Tinker
Beiträge: 6
Registriert: 21.08.2012, 18:10

Beitrag von Tinker »

Oder sind meine beiden Stichproben (gestillt und nicht gestillt) abhängig voneinander, weil sie aus der gleichen Personengruppe (Kinder die an der Therapie teilgenommen haben) stammen??
Generalist
Beiträge: 1733
Registriert: 11.03.2010, 22:28

Beitrag von Generalist »

Das wird jetzt ein bißchen konfus.

Der Hinweis bezog sich offensichtlich darauf, dass Du eingangs mitteiltest,
Du wollest das Gewicht zwischen 2 Gruppen vergleichen, später jedoch
war die Rede davon, dass Gewichtsveränderung (im Laufe der
Therapie) die interessierende Größe sei. Will man analysieren, ob Art und
Ausmaß der Veränderung zwischen 2 Messzeitpunkten mit Faktoren wie hier
Gewicht der Eltern zusammenhängt, so gibt es diverse Möglichkeiten, wie
die genannte Kovarianzanalyse, oder eine Messwiederholungsanalyse,
oder der Vergleich von prä-post-Differenzwerten zwischen den Gruppen.

Was Du jetzt eigentlich herausfinden willst, Zusammenhang des
Endgewichts mit Elterngewicht, oder des Eingangsgewichts mit dem
Elterngewicht, oder Veränderung des Gewichtes im Zeitverlauf mit
dem Elterngewicht, musst Du natürlich selbst entscheiden.
Tinker
Beiträge: 6
Registriert: 21.08.2012, 18:10

Beitrag von Tinker »

Also beim Gewicht, habe ich für jedes Kind die Zunahme des BMI-SDS nach der Therapie errechnet (BMI-SDS t0 - BMI-SDS t1). Dabei wollte ich jetzt testen, ob die Kinder, bei denen beide Elternteile übergewichtig sind im Schnitt stärker zugenommen haben als die, bei denen ein oder kein Elternteil übergewichtig ist. Also wollte ich die durchschnittliche Zunahme bzw. tendenz beider Gruppen miteinander verlgleichen.
Meine Hypothese lautet: Sind beide Elternteile übergewichtig, ist der BMI-SDS der Kinder nach der Therapie stärker gestiegen, als bei denen, wo kein oder nur ein Elternteil übergewichtig ist.
Hoffe das versteht man so. In dem Fall wären die Stichproben doch unabhängig, oder nicht?
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