Hallo,
ich habe Kinder mit der Diagnose Schlafstörung in zwei Gruppen unterteilt (Behandlung vs. nicht) und erfasst, ob die Schlafstörung nach der Behandlung bzw. der Wartezeit noch vorhanden ist oder nicht (dichotome AV). Meine Hypothese: die Kinder mit Behandlung weisen zum zweiten Messzeitpunkt (also nach Behandlung bzw. Wartezeit) signifikant seltener weiterhin eine Schlafstörung auf als die Kinder, die nur gewartet haben.
Weiß jemand, wie ich das in SpSS rechnen kann? Der Chi-quadrat-Test hat meines Wissens nach keine Option für Messwiederholung.
Da es auch noch drei Katamnesezeitpunkte gibt (allerdings nur für die Behandlungsgruppe), bräuchte ich außerdem einen Test, der prüft, ob die Veränderungen über diese Zeitpunkte hinweg stabil sind bzw. sich verbessern oder nicht.
Viele Grüße
Messwiederholung bei kategorialen Daten
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sipve01
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Generalist
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Wieso Messwiederholung? Alle Kinder hatten doch die Schlafstörung. Also ist die erste Analyse eine Kreuztabelle Behandlung/Warten versus Schlafstörung noch vorhanden/Schlafstörung nicht mehr vorhanden.
Was die Katamnesen angeht, falls das als Messwiederholungsanalyse laufen soll, so ist das McNemars Test (2 Zeitpunkte) oder CochransQ (mehr als 2).
Was die Katamnesen angeht, falls das als Messwiederholungsanalyse laufen soll, so ist das McNemars Test (2 Zeitpunkte) oder CochransQ (mehr als 2).
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drfg2008
- Beiträge: 2391
- Registriert: 06.02.2011, 19:58
re
ja, der McNemar Test (bei 2x2 Feldern), nicht der Cochran. McNemar ist bei den Kreuztabellen Statistiken.
Allerdings ist es empfehlenswert, ein wenig in der Literatur zu recherchieren. Eine einfache Übersicht bietet Bortz:
http://www.amazon.de/gp/product/3540757 ... 3540757376
Kleines Problem beim McNemar: Wenn ebenso viele Personen über die Nebendiagonale wie Personen über die Hauptdiagonale wechseln, dann wird der Test natürlich nicht signifikant ausfallen. Allerdings könnte das inhaltlich von Bedeutung sein, wenn die Zahl der Wechsler hoch ist.
Um es ins Absurde zu ziehen (im Absurden steckt ja viel Wahrheit): Wenn nach einem Werbeblock nun alle Wein-Trinker Bier trinken und alle Bier-Trink plötzlich Wein, schlägt der McNemar Test nicht an. Die Werbeleute hingegen sollten sich dann doch schon mal Gedanken machen
Und die Leber sowieso.
Beispiel:
Gruß Dr. N.Eard
Allerdings ist es empfehlenswert, ein wenig in der Literatur zu recherchieren. Eine einfache Übersicht bietet Bortz:
http://www.amazon.de/gp/product/3540757 ... 3540757376
Kleines Problem beim McNemar: Wenn ebenso viele Personen über die Nebendiagonale wie Personen über die Hauptdiagonale wechseln, dann wird der Test natürlich nicht signifikant ausfallen. Allerdings könnte das inhaltlich von Bedeutung sein, wenn die Zahl der Wechsler hoch ist.
Um es ins Absurde zu ziehen (im Absurden steckt ja viel Wahrheit): Wenn nach einem Werbeblock nun alle Wein-Trinker Bier trinken und alle Bier-Trink plötzlich Wein, schlägt der McNemar Test nicht an. Die Werbeleute hingegen sollten sich dann doch schon mal Gedanken machen
Beispiel:
Code: Alles auswählen
input program.
loop a =1 to 200 by 1.
end case.
end loop.
end file.
end input program.
exe.
COMPUTE vorher=RV.BINOM(1,0.5).
RECODE vorher (0=1) (1=0) INTO nachher.
EXECUTE.
CROSSTABS
/TABLES=vorher BY nachher
/FORMAT=AVALUE TABLES
/STATISTICS=MCNEMAR
/CELLS=COUNT
/COUNT ROUND CELL.
drfg2008



