Ich habe nun folgende Hypothese, welche ich nach meiner Professorin über eine Regressionsanalyse testen soll.
H: Externe Stressfaktoren (geringe Erhohlungsmöglichkeiten, Störungen im Unterricht, Lärm & geringe Ausstattung) bedingen ein erhöhtes Stressempfinden.
Ich kann die Hypothese auch noch wie folgt unterteilen:
a) Zu geringe Erhohlungsmöglichkeiten erhöhen das Stressempfinden
b) Störungen im Unterricht erhöhen das Stressempfinden
c) Lärm und Stimmbelastung erhöhen das Stressempfinden
d) Eine unzureichende Ausstattung erhöhen das Stressempfinden
Nach meiner Literatur Recherche und ein paar Videos auf Youtube bin ich nun zu folgendem Wissensstand gelangt:
[1]
Wenn ich die Hypothese nicht unterteile, dann würde ich das ganze über eine multiple Regression rechnen:
Als abhängige Variable habe ich "Stress" genommen und als Prädiktoren eben die vier (geringe Erhohlungsmöglichkeiten, Störungen im Unterricht, Lärm & geringe Ausstattung) Variablen.
Ich komme dann auf folgendes Ergebnis:
http://imageshack.us/photo/my-images/34 ... hung1.jpg/
http://imageshack.us/photo/my-images/82 ... hung2.jpg/
Entscheidend in den Tabellen ist ja zuerst das Bestimmtheitsmaß (R-Quadrat). Dieses gibt den Anteil der tatsächlichen Varian des Merkmals Stress an, der durch das Modell erklärt wird.
Mein Wert beträgt: R-Quadrat = 0.294
Nach der Literatur ist das ein eher schwacher Wert. Könnte ich das so begründen, dass neben meinen vier aufgezählten Prädiktoren sicher noch
andere Faktoren eine Rolle spielen, mit der Stress zusammenhängt? Oder hat das damit überhaupt nichts zu tun, bzw. kann ich mit einem so geringen Wert gar nicht erst weiterrechnen, oder wird dieser anders interpretiert?
Ein weiteres Problem in meinem Ergebniss ist, dass wenn ich mir die Signifikanz der einzelnen Prädiktoren anschaue, alls über 0.05 sind, dass
heißt ja dann, dass meine Werte nicht signifikant sind.
Heißt das nun, dass mein Daten für eine Regression überhaupt nicht geeignet sind, da sie weder ausreichend Varianz erklären, noch signifikant sind?
Aber mein logischer Menschenverstand sagt mir doch, dass geringe Erhohlungsmöglichkeiten, Störungen im Unterricht, Lärm & geringe
Ausstattung, eigentlich eine Auswirkung auf Stress haben müsste!?
[2]
Ich habe dann versucht einen alternativen Weg einzuschlagen, in dem ich die Hypothesen einzeln untersuche, also:
a) Zu geringe Erhohlungsmöglichkeiten erhöhen das Stressempfinden
b) Störungen im Unterricht erhöhen das Stressempfinden
c) Lärm und Stimmbelastung erhöhen das Stressempfinden
d) Eine unzureichende Ausstattung erhöhen das Stressempfinden
Dies habe ich durch (vier) einfache lineare Regressionen getestet. Ich habe mal mein Ergebnis für Punkt b) Störungen im Unterricht rauskopiert:
http://imageshack.us/photo/my-images/50 ... ngein.jpg/
http://imageshack.us/photo/my-images/24 ... ngein.jpg/
Hier habe ich zwar wieder das Problem, dass mein R-Quadrat nur 0.214 beträgt, allerdings wäre es wenigstens Signifikant (Sig. 0.000). Ist das
nun eine "bessere / sinnvollere" Auswertung?
bei a) Zu geringe Erhohlungsmöglichkeiten erhöhen das Stressempfinden komm ich auf: R-Quadrat = 0.081, sign. 0.002
c) Lärm und Stimmbelastung erhöhen das Stressempfinden: R-Quadrat = 0.221, sign. 0.000
d) Eine unzureichende Ausstattung erhöhen das Stressempfinden: R-Quadrat = 0.05, sign. 0.016
....hier hätte ich jetzt bei a) und d) schon sehr sehr geringe R-Quadrat Werte, dafür sind sie allesamt signifikant. Ist das nun von Vorteil, oder genau so "schlecht"/"satistisch unbrauchbar"?
Vielleicht kann mir jemand etwas auf den Sprung helfen, welches der Varianten "besser" ist, oder ob ich hier einen gravierenden Fehler bei der
Berechnung / Interpretation gemacht habe?
(ohje, dass ist ja ein rießen Text geworden



